Japanisch hat nicht nur ein Wort pro Jahreszeit. Es hat Dutzende — für spezifische Momente, Stimmungen und Naturphänomene innerhalb jeder Jahreszeit.
Frühling
Harukaze (春風) — Der erste warme Wind des Frühlings. Die Brise, die dir sagt, bevor der Kalender es bestätigt, dass der Winter endet.
Sakura (桜) — Die Kirschblüte, Japans Nationalsymbol und Inbegriff der Vergänglichkeit.
Hanafubuki (花吹雪) — Der Blütenblizzard, wenn der Wind die Kirschblüten von den Ästen reißt.
Sommer
Natsu (夏) — Sommer, verbunden mit Festivals, Feuerwerk und der intensiven Hitze, die zum Stillstand einlädt.
Herbst
Momiji (紅葉) — Die Kunst der herbstlichen Laubfärbung. Momijigari — das „Jagen nach roten Blättern" — ist das Herbst-Äquivalent von Hanami.
Shigure (時雨) — Ein sanfter Herbstregen, der durch bereits verfärbte Blätter fällt.
Winter
Yuki (雪) — Schnee als Stille. Schnee dämpft Geräusche, weicht Kanten, verwandelt das Vertraute in etwas Unvertrautes und Stilles.
Kangetsu (寒月) — Kaltes Mondlicht im Winter — klarer, schärfer, durchdringender als in anderen Jahreszeiten.
Fuyu-gomori (冬籠り) — Wintereinkehr. Die japanische Kunst, sich in den kalten Monaten nach innen zurückzuziehen.
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